WordPress Backups – Warum es ohne nicht geht und wie du als Anfänger eins erstellst

Bei meiner allerersten WordPress-Seite – einem veganen Food-Blog – war ich Feuer und Flamme, die Website in jeder freien Minute weiterzuentwickeln (so habe ich übrigens auch meine Liebe zu Webdesign, SEO und WordPress entdeckt). Dazu gehört natürlich auch, das System auf dem neuesten Stand zu halten.

Alles ganz easy, noch schnell ein paar Plugins und das Theme updaten und los geht’s. Aber dann kam der Schock, die Seite sah auf einmal gar nicht mehr so aus, wie sie sollte. Kurzum, sie war total zerschossen und es hat mich Stunden und mehrere Schweißausbrüche gekostet, alles wieder herzustellen.

Hätte ich vorher ein Backup, also eine Sicherung meiner Seite, gemacht, hätte ich mir viel Zeit und Nerven gespart! Deswegen zeige ich dir heute, wie du ganz einfach mit Hilfe eines WordPress-Plugins Backups erstellen und im Notfall wieder einspielen kannst – auch als Anfänger!

Backups – Helfer in der Not

Langweilig, zeitaufwendig und kompliziert: viele verbinden Backups nicht gerade mit Spaß. Spätestens wenn aber mal etwas schief geht, sei es bei einem Update oder durch einen Hacker-Angriff, benötigst du unbedingt eine Sicherung deiner Seite. So ist deine Seite nämlich mit wenigen Klicks und innerhalb einiger Minuten wiederhergestellt – ganz ohne Schweißausbrüche!

Deswegen sollte meiner Meinung nach die Einrichtung einer Backup-Routine zu deinen ersten 10 Schritten in WordPress gehören!

Die gute Nachricht? Es ist inzwischen viel einfacher, ein Backup deiner WordPress-Seite zu erstellen, als du vielleicht denkst. Es gibt Lösungen für automatisierte Backups die schnell einzurichten, leicht zu bedienen und dazu noch kostenfrei sind.

Wie fast immer in WordPress, gibt es natürlich mehrere Wege nach Rom. Ich stelle dir heute den meiner Meinung nach einfachsten Weg vor, der sich auch super für Anfänger eignet.

Also lerne aus meinen Fehlern und spare dir Zeit und Nerven, indem du jetzt 10-15 Minuten investierst, um deine automatisierte Backup-Routine einzurichten.

Wann solltest du ein Backup erstellen?

Backups sollten auf jeden Fall regelmäßig erstellt werden, zum Beispiel einmal die Woche. So hast du jederzeit eine Sicherheitskopie der aktuellen Version deiner Seite, falls etwas schief gehen sollte.
Außerdem ist es in den folgenden Fällen empfehlenswert, ein zusätzliches Backup zu erstellen:

  • wenn du die WordPress-Version, dein Theme oder wichtige Plugins updatest
  • wenn du umfangreiche Plugins installierst (z.B. ein Übersetzungsplugin)
  • wenn du auf ein neues Theme umstellst
  • wenn du andere größere Änderungen an deiner Seite vornimmst

Was gehört zu einem Backup?

Es gibt zwei wichtige Teile, die in einem vollständigen Backup enthalten sein müssen:

  1. Die MySQL-Datenbank: hier sind alle deine Inhalte, also z.B. Seiten, Beiträge und Kommentare gespeichert
  2. WordPress-Dateien: hierzu gehören dein Theme und deine Plugins inklusive der jeweiligen Einstellungen

Das klingt jetzt erstmal kompliziert? Ich zeige dir eine Lösung, die auch für Anfänger einfach umzusetzen ist.

UpdraftPlus: das Backup-Plugin meines Vertrauens

Das Plugin, das ich dir für deine Backups wärmstens empfehlen kann, nennt sich UpdraftPlus. Ich verwende es auf all meinen eigenen Seiten sowie auf den Seiten meiner Kunden und habe bisher ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

Das Plugin hat über 3 Millionen aktive Installationen und eine Bewertung von über 4,5 Sternen. Die Zahlen sprechen also für sich!

UpdraftPlus erlaubt dir sowohl eine automatisierte Backup-Routine einzurichten, als auch einzelne Sicherungen manuell zu erstellen. Diese sind in 5 verschiedene Bereiche aufgeteilt: Datenbank, Plugins, Themes, Uploads und Andere.

Es gibt eine Premium-Version, die ich allerdings noch nie getestet habe, da für meine (und vermutlich auch für deine) Zwecke die kostenfreie Version völlig ausreicht.

So erstellst du eine automatische Backup-Routine mit UpdraftPlus

Ich kann dir sehr ans Herz legen, deine Backups automatisiert anlegen zu lassen. So erledigt Updraft alles für dich, während du nicht mehr daran denken musst, deine Seite regelmäßig zu sichern.

Lass uns loslegen! So richtest du UpdraftPlus auf deiner WordPress-Seite ein:

Schritt 1: Plugin herunterladen

Geht hierfür in das WordPress Plugin-Verzeichnis unter Plugins → Installieren und suche hier nach UpdraftPlus (s. Bild). Installiere und aktiviere das Plugin. 

Schritt 2: Intervalle festlegen

Navigiere über einen Klick auf “UpdraftPlus” → Einstellungen in der Kopfzeile im Backend zu den Plugin-Settings. Definiere dann, wie oft ein Backup gemacht werden soll, z.B. Wöchentlich.

Schritt 3: Anzahl der Sicherungen festlegen

Lege im gleichen Reiter fest, wie viele Sicherungen du aufbewahren möchtest. Ich empfehle dir zwischen 3 und 5 Sicherungen aufzubewahren.

Schritt 4: Speicherort wählen

Wähle dann aus, wo die Backups gespeichert werden sollen. Du kannst die Backups z.B. in der Dropbox, in Google Drive oder auch in deinem Webspace (FTP) ablegen. Die Zugangsdaten für letzteres hast du von deinem Hoster bekommen.

Du hast auch die Möglichkeit, deine Backups per Mail verschicken zu lassen. Das würde ich dir aber nicht empfehlen, da die Dateien zu groß sind und die Mails dementsprechend oft geblockt werden.

Schritt 5: Speichern

Falls du jedes Mal eine Benachrichtigung per Mail erhalten möchtest, wenn ein Backup gemacht wurde, kannst du diese Einstellung aktivieren. Lass alle anderen Einstellungen, wie sie sind und klicke dann auf “Änderungen speichern”

Voila…Eingerichtet ist die Backup-Routine!

Ich empfehle dir, deine Backups immer mindestens an zwei Orten zu speichern, z.B. in der Cloud und zusätzlich auf einer externen Festplatte. Dafür kannst du die Sicherungen ab und zu aus der Cloud herunterladen und lokal abspeichern. Doppelt hält einfach besser!

So erstellst du ein manuelles Backup mit UpdraftPlus

Neben den regelmäßigen und automatisierten Backups, kannst du auch außerhalb deiner festgelegten Routine eine Sicherung machen, z.B. vor einem großen Update.

Gehe dafür einfach zu UpdraftPlus → Aktueller Status und klicke auf “Jetzt sichern”. Bestätige dann die Einstellungen und deine Sicherung startet.

So stellst du Backups wieder her

So jetzt bist du schon mal für den Notfall gerüstet. Was sind also die nächsten Schritte, falls es wirklich mal soweit kommt, dass du ein Backup wieder einspielen musst?

Mit Zugang zu WordPress

Wenn du noch Zugang zu deinem Backend in WordPress hast, ist es ein Kinderspiel die letzte Sicherung wieder einzuspielen.

  1. Navigiere dafür zu UpdraftPlus → Sicherung/Wiederherstellung und scrolle herunter zu den Bestehenden Sicherungen
  2. Wähle dein gewünschtes Backup aus und klicke auf “Wiederherstellen”
  3. Wähle aus welche Teile deiner Seite wiederhergestellt werden sollen (wenn es z.B. nach einem Theme-Update zu Problemen kommt, kannst du auch nur das Backup für deine Themes einspielen)
  4. Klicke nochmal auf “Wiederherstellen” und bestätige
Schritt 1
Schritt 3

Ohne Zugang zu WordPress

Im schlimmsten Fall bist du aus deiner eigenen Seite ausgeschlossen, kannst dich also nicht mehr einloggen, oder deine Seite ist gar nicht mehr verfügbar.

In diesem Fall funktioniert der Prozess etwas anders und ist nicht mehr ganz Anfänger-freundlich. Sollte dir das wirklich passieren, würde ich die empfehlen, Hilfe von einem Experten zu holen, wenn du dich gar nicht auskennst.

  1. Lade dir als erstes das letzte Backup aus deinem Speicherort (Webserver, Dropbox, Drive, etc.) herunter und entpacke die .zip Datei
  2. Gehe in deinen Hosting-Account, wähle dort die Datenbank aus, die du wiederherstellen möchtest und logge dich per phpmyAdmin ein
  3. Klicke auf “Importieren”, dann auf “Durchsuchen” und wähle die sql.-Datei aus, die sich in deiner heruntergeladenen Sicherung befindet. Die Zeichenkodierung sollte auf “utf-8” und das Format auf sql eingestellt sein
  4. Bestätige durch einen Klick auf “Ok”

Dann musst du noch die WordPress-Dateien auf deinen Webserver einspielen, das geht am einfachsten über den FTP-Client Filezilla:

  1. Logge dich per FTP-Client (FileZilla) in deinen Webserver ein
  2. Suche im linken Bereich den Ordner, in dem deine Backup-Dateien liegen und im rechten Bereich den Ordner, wo dein WordPress liegt
  3. Überschreibe jetzt alle Dateien deiner Website mit den Backup-Dateien, in dem du alle Dateien auf der linken Seite markierst und durch einen Rechtsklick → “hochladen” hochlädst

Wenn deine Backup-Routine ein kleines Upgrade braucht – oder du sogar noch nie ein Backup deiner Seite erstellt hast – nehme dir jetzt etwas Zeit, um dich dem Thema zu widmen. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem du sehr dankbar darüber sein wirst, eine Sicherung deiner Seite zu haben! 🙂

Wenn du noch Fragen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar. Benötigst du umfangreiche Unterstützung beim Erstellen oder Updaten deiner Seite? Schau dir gerne mein Website-Coaching an.

Ich wünsche dir viel Erfolg! 

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